Was du alles von einem Pflegepferd lernen kannst und warum es der...

Was du alles von einem Pflegepferd lernen kannst und warum es der erste Schritt zum eigenen Pferd ist!

Pflegepferd - Kultreiter Reitblog Pferdeblog

Du reitest gerade noch auf Schulpferden und möchtest nun gerne einen Schritt weitergehen? Du hast schon über die Option eines Pflegepferdes nachgedacht, weißt aber nicht genau, was die Betreuung eines Pflegepferdes beinhaltet und ob Du dafür schon erfahren genug bist? Dann ist dieser Beitrag genau richtig für Dich, denn ich habe Dir die 4 wichtigsten Fakten zum Thema Pflegepferd zusammengestellt.

4 Fakten zum Thema Pflegepferd

1. Was ist ein Pflegepferd

Eine Pflegepferd ist, wie der Name es schon andeutet, ein Pferd, dass Du mithilfst zu pflegen. Das heißt, Du bist dafür verantwortlich, das Pferd regelmäßig und ordentlich zu putzen, es zu füttern und den Stall auszumisten. Zudem musst Du Dich auch um das Reitzubehör kümmern, den Sattel und das Zaumzeug regelmäßig säubern und einfetten.

Neben dem Pflegen, kannst Du auch bei der Bewegung des Pferdes helfen. Dazu gehören am häufigsten Spaziergänge auf dem Reitstallgelände oder in der näheren Umgebung, sowie das Führen in der Reitbahn. Dabei hältst Du das Pferd ausschließlich im Schritt und sorgst für eine kleine Alternative zum täglichen Training. Meisten hilft Du auch beim Koppeldienst und bringst Dein Pflegepferd auf die Weide oder holst es von ihr runter.

Bei einem Pflegepferd musst Du Dich an keinerlei Kosten beteiligen, es ist also umsonst. Schließlich nimmst Du dem Pferdebesitzer viel Arbeit ab und machst dem Pferd eine Freude. Ein Pflegepferd kann sowohl ein Schulpferd in Deinem Stall oder ein Privatpferd sein. Falls Du Interesse an einem Pflegepferd hast, frag einfach mal bei deinem Reitlehrer oder dem Stallbesitzer nach, die haben meistens eine gute Übersicht und können sicherlich vermitteln!

2. Unterschied zur Reitbeteiligung

Viele verwechseln ein Pflegepferd mit einer Reitbeteiligung. Dabei kannst Du auch bei der Reitbeteiligung auf den eigentlichen Begriff achten: Als Reitbeteiligung beteiligst Du Dich daran, dass Pferd zu reiten und regelmäßig zu trainieren. Das heißt, neben der Pflege kommt die aktive Bewegung des Pferdes bei einer Reitbeteiligung dazu.

Während Du Dich bei einem Pflegepferd also mehr um das Wohl des Pferdes sorgst, bist Du als Reitbeteiligung auch für die Ausbildung und Förderung des Pferdes verantwortlich. Das bedeutet gleichzeitig, dass Du schon ein fortgeschrittener Reiter und in der Lage sein musst, ein Pferd eigenständig zu reiten sowie zu wissen, wann es korrekt läuft. Als sehr guter Reiter kannst Du Dein Reitbeteiligungspferd gegebenenfalls sogar mit ausbilden, gehst Turniere mit ihm und kannst Dich im Reiten durch regelmäßiges Training verbessern.

Da eine Reitbeteiligung sehr dem Besitz eines eigenen Pferdes ähnelt, musst Du Dich auch anteilig an den Kosten beteiligen. Viele Pferdebesitzer verlangen je nach Deinem eigenen Ausbildungstand unterschiedliche Geldbeträge, im Durchschnitt sind es aber 50,- bis 120,- €. Wenn Du sehr gut reitest, sehr erfahren im Umgang mit Pferden bist, und das Pferd tatsächlich durch mehrfaches Training die Woche ausbildet, musst Du Dich gegebenenfalls gar nicht an den Kosten beteiligen, denn Dein Können ist viel wert!

3. Benötigte Erfahrung

Im Gegensatz zu einer Reitbeteiligung, bei der Du schon 2-3 Jahre Reiterfahrung haben solltest, kannst Du ein Pflegepferd schon früher übernehmen. Die meisten Reiter suchen sich nach ca. einem Jahr ein Pflegepferd, teilweise auch schon ein wenig früher. Ich habe mir bereits 5 Monate nach meiner ersten Reitstunde ein Pflegepferd in unserem Schulstall gesucht. Kurze Zeit später waren es dann schon zwei.

Natürlich ist nicht nur die Anzahl Deiner Reitjahre und Pferdeerfahrung entscheidend. Falls Du noch ein Kind bist, solltest Du mindesten 7 Jahre sein um ein kleines Pflegepony zu haben. Ab 12 ist dann auch ein richtiges Pflegepferd drin. Es kommt immer darauf an, wie viel Verantwortungsbewusstsein Du bereits hast und wie zuverlässig Du bist. Von Vorteil ist ebenfalls, ein wenig größer zu sein und bereits Erfahrung mit anderen Tieren, wie Deinem Haustier, gesammelt zu haben.

Auch als bereits Erwachsener kannst Du Dir ein Pflegepferd suchen. Hier ist weniger das Alter und die Größe entscheidend, sondern mehr die vorhandene Zeit, die Du neben Job, Partner, Freunden und Familie für ein Pflegepferd aufbringen kannst. Auch wenn ein Pflegepferd weniger Aufwand bedeutet als eine Reitbeteiligung, wollen Pferdebesitzer auch hier, dass Du regelmäßig kommst und zuverlässig bist.

4. Das Tolle an einem Pflegepferd

Ein Pflegepferd ist eine gute Entscheidung, wenn Du noch am Anfang Deiner Reitausbildung bist. Zwar lernst Du schon durch den Schulunterricht sowie das dazugehörigen Putzen, Sattel und Absatteln des Pferdes sehr viel über den Umgang mit Pferden. Weil Du Dich aber nun um nur ein Pferd kümmerst, und das regelmäßig, lernst Du noch wesentlich mehr über Pferde.

Du lernst mehr über ihr Wesen, ihr Verhalten und ihre Körpersprache. Dank eines Pflegepferdes lernst Du Pferde also besser verstehen und fühlst Dich mehr und mehr sicher im Umgang mit Pferden. Durch die Erfahrungen, die Du mit Deinem Pflegepferd sammelst, kannst Du unterschiedliche Situationen im Umgang mit Pferden besser einschätzen.

Natürlich erfährst Du auch mehr über die Haltung und Pflege eines Pferdes. Du bekommst die Möglichkeit ein Pferd auch einmal in Ruhe zu putzen und mehr über verschiedene Putzbürsten und Techniken zu lernen. Dabei wirst Du sicherlich mehr über die Fell- und Hufpflege lernen sowie über das richtige Ausmisten einer Box. Wichtig ist auch, dass Du einen guten Einblick in die Fütterung eines Pferdes bekommst.

Nebenbei wird Dir auch gezeigt, wie Du das Zubehör und Sattelzeug am besten pflegst und was bei der Pflege von Leder zu beachten ist. Dazu gehört das regelmäßige Säubern mit Lederseife sowie das gründliche Einfetten mit gutem Lederfett. All die genannten Punkte sind wichtig, damit Du später mal Dein eigenes Pferd halten kannst und nicht ganz ahnungslos an die Sache ran gehst.

Das allerschönste an einem Pflegepferd ist aber, dass Du eine richtige Beziehung zu ihm aufbauen kannst. Schließlich siehst Du es öfters und pflegst es regelmäßig. Dadurch gewinnt das Pferd Vertrauen zu Dir, und auch Dein Vertrauen wächst mehr und mehr. Und nach einiger Zeit, wirst Du Dein Pflegepferd richtig gut kennen und einschätzen können. Alles klappt besser und wird einfacher und Ihr werdet zu richtigen Freuden – das ist ein tolles Gefühl!

Fazit:

Ein Pflegepferd ist ein toller erster Schritt auf dem Weg zum eigenen Pferd. Durch ein Pflegepferd lernst Du Verantwortung zu übernehmen und erfährst mehr über den Umgang mit Pferden. Sowohl für Kinder als auch für erwachsene Reitanfänger ist dies eine gute Möglichkeit, um einen Einblick in die Haltung eines Pferdes zu bekommen. Der nächste Schritt auf dem Weg zum eigenen Pferd wäre anschließend eine Reitbeteiligung, bei der Du Dein Pferd nicht nur pflegst sondern auch reitest.

Was ist Deine Erfahrung zum Thema Pflegepferd? Hast Du auch eins oder möchtest Du Dir gerne eins suchen?

Bild: www.istockphotos.com – indukas

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1 Kommentar

  1. Hallihallo,

    das ist ein sehr netter Beitrag. Leider ist es echt schwierig jemanden als Pflegebeteiligung zu finden. Die meisten wollen auch reiten…. 🙁

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