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Ob im Offenstall, in einer Paddock- oder Außenbox, die Wahl der richtigen Einstreu ist wichtig. Während in den meisten Ställen früher und auch heute noch Stroh als Standardeinstreu verwendet wurde und wird, gibt es immer mehr Alternativen. Alternativen, die nicht nur besser den Bedürfnissen deines Pferdes gerecht werden, sondern auch dir einiges an Geld und Zeit sparen können!

Worauf du bei der Wahl der richtigen Einstreu für dein Pferd achten musst, welche Arten von Einstreu es noch neben dem Klassiker Stroh gibt und warum sich insbesondere Miscanthus Einstreu als echte Alternative anbietet, erkläre ich dir in diesem Beitrag. Dazu habe ich mich mit Robert Gnauck von PALIGO unterhalten, der dir mehr über Einstreu im Allgemeinen, und Miscanthus Einstreu im Speziellen verrät.

Strohpellets, Miscanthus und Co.

Worauf es bei der Wahl der richtigen Einstreu ankommt und welche Alternativen es neben Stroh gibt

Worauf es bei der Wahl der richtigen Einstreu ankommt

Bei der Wahl der richtigen Einstreu fürs Pferd sind einige Punkte zu beachten: Neben der Saugkraft spielt selbstverständlich auch die Verträglichkeit fürs Pferd eine große Rolle, aber auch die Kosten und Handhabung sind wichtige Faktoren. Schließlich kann das tägliche Ausmisten und neu Einstreuen viel Zeit und Geld beanspruchen. Robert Gnauck nennt folgende Aspekte:

“Bei der Wahl von Einstreu gibt es einige Aspekte zu beachten. Neben den wirtschaftlichen Aspekten, wie die Kosten oder der benötigte Arbeitsaufwand, sollten jedoch immer auch die Bedürfnisse des Pferdes im Vordergrund stehen. Denn letztendlich lebt das Pferd in dem Einstreu und um gesundheitliche Probleme zu vermeiden, sollte eher auf Dinge wie die Ammoniakbindung, Vermeidung von Pilzbildung, pH-neutral, keine Verwendung von Chemie, usw. geachtet werden.”

Saugkraft, Qualität und Verträglichkeit

Zu allererst einmal muss Einstreu natürlich eines: saugen und sauber halten! Hier gibt es wirklich große Unterschiede: Stroh hat zum Beispiel eine viel geringere Saugkraft, als Strohpellets oder Hobelspäne. Einige Hersteller von alternativen Einstreu geben mittlerweile an, wie hoch die Saugkraft ihrer Einstreu ist. So kann Miscanthus Einstreu zum Beispiel bis zu bis 400% des Eigengewichts aufsaugen!

Eine niedrige Saugkraft bringt viele Nachteile mit sich: Die Box deines Pferdes wird nicht nur schneller wieder schmutzig und nass, sondern geradezu gefährlich für dein Pferd. Insbesondere bei Stroh kann es sehr schnell zur Ammoniakbildung kommen, wodurch dein Pferd giftigen Dämpfen ausgesetzt wird. Sicherlich kennst du den typischen, stinkenden Geruch, der leider noch in viel zu vielen Ställen gang und gäbe ist? Dieser reizt die Atemwege deines Pferdes und ist auf Dauer gesundheitsschädigend. Zudem leiden auch die Hufe deines Pferdes unter einer nassen und dreckigen Box, denn die ständige Feuchtigkeit und der Schmutz können zu Huf- und Hauterkrankungen wie Stahlfäule oder gar Mauke führen.

Ein weiteres Problem ist, dass Stroh von vielen Pferden gerne gefressen wird, gerade wenn ihnen nicht genug Heu in der Box zur Verfügung steht. So können Pferde Schadstoffe aufnehmen, denn nicht selten fängt Stroh bei falscher Lagerung an zu schimmeln. Des Weiteren staubt weniger qualitatives Stroh oftmals, was besonders für Allergiker oder Pferde mit Atemwegserkrankungen problematisch ist. Aus diesen Gründen wechseln glücklicherweise immer mehr Stall- und Pferdebesitzer zu alternativen Einstreuprodukten, die eine höhere Saugkraft aufweisen, qualitativ hochwertiger sind und der Gesundheit des Pferdes somit zugutekommen.

Handhabung und Entsorgung

Auch was die Handhabung angeht, gibt es große Unterschiede: Während Stroh leicht zu besorgen und auch leicht zu entsorgen ist, kann die Entsorgung von Hobelspäne zu einem Problem werden, denn sie lässt sich nicht so leicht kompostieren. Bei Strohpellets gestaltet sich das Ausmisten hingegen etwas schwieriger, da du den Mist teilweise nur schwer von der Einstreu trennen kannst. Hier kann beim täglichen Misten viel Zeit verloren gehen!

Strohpellets & Miscanthus Einstreu
Die meisten Boxen werden heutzutage immer noch mit Stroh eingestreut ©packshot

Die Mistmatratze – gut fürs Pferd?

Statt täglich auszumisten, machen sich einige Pferdebesitzer die sogenannte ”Matratze” zu Nutzen. Hier werden weder Pferdeäpfel noch nasse Stellen aus der Box entfernt. Stattdessen wird jedes Mal eine neue, dünne Schicht Einstreu übergestreut. Durch dieses Aufschichten entsteht nach und nach eine Mistmatratze. Bei dieser Misttechnik muss die Box erst nach 6-8 Wochen komplett geleert werden, in den heißen Sommermonaten verringert sich der Abstand allerdings.

Auch wenn dies zunächst unhygienisch erscheint, kann der Urin bei Mistmatratzen besser absacken, als bei täglich ausgemisteten Boxen. Zudem bindet dieser die einzelnen Schichten. Des Weiteren legen sich gerade ältere oder kranke Pferde lieber auf die dicke Einstreuschicht, die an kälteren Tagen sogar wie eine Art Heizung wirkt. Auch einige Einstreusorten wie zum Beispiel Miscanthus Pellets funktionieren auf diese Weise und ersparen dir dadurch eine Menge Arbeit und Zeit!

Lesetipp: Mehr über diese Misttechnik und wie du eine Matratze richtig anlegst und pflegst, kannst du in diesem Experteninterview nachlesen!

Zusammengefasst: Das macht gute Einstreu aus!
– sehr gute Saugkraft und Bindung von Gerüchen
– keine Bildung von Ammoniak und Schimmel
– staubfrei und frei von Schadstoffen
– pH-neutral und frei von Chemie
– schnelles Ausmisten und unkomplizierte Entsorgung
– Möglichkeit der Matratzenbildung
– einfache Lagerung und kostengünstig

Übersicht: Diese Einstreu gibt es für Pferde

Die meisten Stallbesitzer greifen bei der Wahl der Einstreu immer noch auf Stroh zurück und viele Reiter kennen auch gar nichts anderes. Dabei gibt es eine Vielzahl an Einstreumöglichkeiten, die jeweils auf die Bedürfnisse des Pferdes angepasst werden können und neben unterschiedlichen Kosten auch unterschiedlich viel Zeit beim Ausmisten beanspruchen.

Der Klassiker: Stroh

Der Klassiker ist eindeutig Stroh, dabei hat Stroh als Einstreu viele negative Eigenschaften: Es saugt nicht gut, bindet Gerüche nicht, staubt teilweise extrem und fängt bei falscher Lagerung schnell an zu schimmeln. Zudem nimmt es durch sein großes Volumen viel Lagerfläche ein.

Dafür wird es von Pferden gerne gefressen, was sowohl negativ, als auch positiv sein kann: Stroh kann nur langsam gefressen werden und beschäftigt dein Pferd somit länger, und es wirkt sich aufgrund der vielen Ballaststoffe positiv auf die Verdauung deines Pferdes aus. Allerdings kann Stroh auch schnell zu Verstopfungskoliken führen und gerade bei dickeren Pferden ist die Kontrolle der Nahrungsaufnahme bei Stroh als Einstreu nahezu unmöglich. Dabei sollte Stroh auch niemals Heu als Raufutter ersetzen.

Lesetipp: Mehr über die richtige Pferdefütterung kannst du hier lesen!

 

Stroh als Einstreu
Stroh saugt nicht nur schlecht, sondern staubt auch stark und fängt bei schlechter Lagerung schnell an zu schimmeln ©sfocato

Moderne Einstreu auf Strohbasis: Strohpellets und Co.

Es gibt neben Stroh noch weitere Einstreu, die auf Strohbasis entstehen. Dazu zählen neben gewöhnlichen Strohpellets auch Pellets, die aus anderen Pflanzen und Getreidesorten wie zum Beispiel Roggen, Weizen, Gerste, Raps oder Lein hergestellt werden.

Dabei sind Strohpellets getrocknete Strohhäcksel, die unter hohem Druck gepresst werden. Generell sind Pellets saugfähiger als Stroh und im Vergleich auch wesentlich staubfreier. Aufgrund der gepressten Form lassen sie sich außerdem leichter lagern. Besonders Rapspellets riechen sehr angenehm und vermeiden die Entstehung von Ammoniak.

Moderne Einstreu auf Holzbasis: Sägespäne, Hobelspäne und Weichholzgranulat

Sägespäne ist letztendlich ein Abfallprodukt aus der Holzverarbeitung. Ein großer Nachteil ist hier, dass die Späne meist von frischem Holz stammt und somit noch leicht feucht ist. Das führt dazu, dass die Saugkraft verringert wird, gleichzeitig ist Sägespäne deshalb aber auch nahezu staubfrei. Gerade für Allergiker oder Pferde mit Atemwegsproblemen ist das natürlich von Vorteil. Allerdings ist Sägespäne oftmals verunreinigt: Teilweise findest du dicke Holzstücke, spitze Spänen oder gar Reste von Schmierfett in der Späne – das kann für dein Pferd schnell gefährlich werden! Auch wenn Sägespäne vergleichsweise günstig ist, gestaltet sich die Entsorgung der Späne oftmals als schwierig.

Hier kann Hobelspäne eine Alternative sein: Zwar lässt sich auch diese Späne nur schwer entsorgen und hat aufgrund der Restfeuchte im Holz ebenfalls eine geringere Saugkraft als andere Einstreu. Dafür gibt es immer mehr Betriebe, die diese professionell und speziell für Pferde herstellen. Somit musst du dir um Verunreinigungen keine Sorgen mehr machen. Das Tolle ist außerdem, das Hobelspäne besonders luftig und federnd ist und somit die Gelenke und Sehnen deines Pferdes schont.

Es gibt aber noch eine weitere Alternative auf der Basis von Holz: Weichholzgranulat. Dieses entsteht bei der Verarbeitung von Weichholzteilen, die speziell getrocknet, gemahlen und entstaubt werden. Dabei ähnelt das Granulat Sägemehl, nur dass es von der Beschaffenheit her gröber und körniger ist. Der Vorteil bei dieser Einstreu ist, dass eine sehr große Oberfläche entsteht, die Flüssigkeit in großen Mengen aufsaugen kann.

Strohpellets & Miscanthus Einstreu
Eine helle und saubere Wohlfühl-Box fürs Pferd ©iriana88w

Moderne Einstreu auf Pflanzenbasis: Miscanthus Einstreu

Miscanthus gehört zu den Süßgräsern und kommt ursprünglich in Sumpfgebieten und auf feuchten Wiesen zwischen Afrika und Ostasien vor. Für Einstreu in der Tierhaltung wird insbesondere das schnellwüchsige Miscanthus ×giganteus, auch Riesen-Chinaschilf oder Chinagras genannt, verwendet. Heutzutage wird es auch in Deutschland auf ökologische Weise angebaut:

”Miscanthus ist ein ausdauerndes C4-Gras und wird bis zu 4m hoch. Miscanthus wird ohne Pflanzenschutzmittel oder andere chemische Hilfsstoffe angebaut. Der Bestand wird erst im Frühjahr geerntet und bietet somit vielen heimischen Tieren in der kargen Winterlandschaft Unterschlupf. Nach der Ernte wächst ein neuer Trieb aus der Wurzel. Der Acker muss nicht mehr gepflügt werden und ist so vor Erosionen geschützt. Bei der Ernte ist Miscanthus trocken und muss deshalb nicht weiter behandelt werden. Es ist also ein reines Naturprodukt.”, erklärt Robert Gnauck.

Miscanthus Einstreu
So sieht die Miscanthus Pflanze aus ©emjaysmith

So entstehen Miscanthus Pellets

Die Miscanthus Einstreu wird zunächst zerkleinert und anschließend lose in eine Pelletform gepresst. Dabei werden die Feinanteile rausgefiltert und es entstehen Pellets mit einem Durchmesser von 10 Millimetern, die eine grüne bis braune Farbe aufweisen. Während des gesamten Prozesses werden keine Bindemittel verwendet, sodass Miscanthus Pellets 100% naturbelassen sind.

Robert Gnauck beschreibt den Prozess noch genauer:
”Unser Miscanthus Einstreu wird lose in eine Pelletform gepresst. Lose bedeutet hierbei soviel, dass die Pellets durch Feuchtigkeit leichter zerfallen. Sie sind also lange nicht so fest gepresst wie z.B. Holzbriketts. Zudem wird das Chinagras nicht zu fein zerkleinert, wodurch die Pellets eine grobe Struktur erhalten. Dies fördert auch den Zerfall der Pellets zu einer weichen Matte. Das Miscanthus bleibt dabei völlig naturbelassen, auch bei dem Pressverfahren werden keine Bindemittel verwendet. Damit die Einstreu staubfrei ist, werden die Feinanteile rausgefiltert.”

So verwendest du Miscanthus Pellets richtig

Das Tolle an den Pellets aus Miscanthus ist die Mattenbildung: Sobald die Pellets nass werden, zerfallen sie und bilden automatisch eine weiche Matratze. Zunächst musst du die Pellets ca. Handbreit in der Box aufschütten und solltest diese leicht anfeuchten, um die Matratzenbildung zu fördern. Danach ist die Pflege wirklich einfach: Starke Verschmutzungen solltest du abkratzen, während du nasse Stellen einfach in der Box verteilen kannst. Anschließend füllst du die entsprechenden Stellen wieder mit neuer Miscanthus Einstreu. Zudem solltest du die Matte ab und zu wieder glatt streichen – fertig! Für die Erstanwendung benötigst du ca. 20kg pro m², später musst du mit 1-2 Säcken (10kg) pro Woche rechnen.

Auch wenn sich dies nun extrem lang anhören mag: Die Matte aus Miscanthus Einstreu kann bis zu 6 Monate in der Box bleiben. Erst dann verliert sie so langsam ihre Saugfähigkeit. Du sparst dir also wirklich einiges an Zeit und Aufwand! Zudem wird Miscanthus nicht von deinem Pferd gefressen, da es bitter schmeckt. Es weist außerdem eine hohe Geruchsbindung und eine gute Ammoniakbindung auf, ist pH-neutral und biologisch schnell abbaubar. Dadurch lässt sich der Mist problemlos entsorgen. Auch die Kosten halten sich in Grenzen: Eine große Palette mit 650 Kilogram Miscanthus Einstreu bekommst du bereits ab 369 Euro, wie zum Beispiel hier bei PALIGO.

Miscanthus: Das neue Super-Einstreu?

Wenn man die unterschiedlichen Einstreu miteinander vergleicht, wird es fragwürdig, warum Stroh immer noch in den meisten Ställen als die Einstreu gilt – wo es doch so viele Nachteile mit sich bringt. Womöglich liegt es daran, dass die meisten Stallbesitzer Stroh ganz einfach selbst herstellen können und sich neben einer Menge Kosten auch Zeit in der Anschaffung sparen können.

Dabei gibt es tolle Alternativen zu Stroh: Von Strohpellets, die immerhin eine viel größere Saugkraft gegenüber Stroh bieten, über Hobelspäne, die sich aufgrund ihrer Staub- und Keimfreiheit besonders für Allergiker und Pferde mit Atemwegsproblemen eignet, bis hin zu Miscanthus Einstreu, das mit seinen vielen Vorteilen klarer Sieger im Vergleich ist! Miscanthus Einstreu ist nicht nur 100% naturbelassen, staubfrei, pH-neutral und biologisch abbaubar und sorgt für eine gute Ammoniakbindung sowie hohe Geruchsbindung, sondern erspart dir durch die hohe Saugkraft und Mattenbildung viel Zeit beim Misten und viel Geld!

Hast du schonmal von Miscanthus gehört oder Erfahrungen gemacht? Welche Einstreu wird in deinem Stall verwendet?

* An dieser Stelle vielen Dank an PALIGO für die Unterstützung des Beitrages. Die Berichterstattung wurde dadurch nicht beeinflusst, der Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wieder.

Titelbild: www.depositphotos.com – Ahara1

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2 Kommentare

  1. Das Argument, dass dicke Pferde kein Sroh bekommen sollen, ist falsch. Gerade übergewichtige Pferde, bei denen sogar laut Tierarzt die Heumenge begrenzt werden muss, brauchen trotz Heunetz ausreichend Stroh, um auf eine artgerechte Futteraufnahmezeit und Kautätigkeit zu kommen. Stroh ist vom Nährwert her vernachlässigbar. Natürlich sollte man schauen, mit wieviel Stroh ein Pferd verdauungsmäßig klarkommt. Jedes gesunde Pferd sollte, wenn vom Tierarzt nicht anders verordnet, ca. 1 kg Stroh in Futterstrohqualität pro 100 kg Gewicht pro Tag angeboten bekommen, nicht zu kurz gehäckselt. Laut Fütterungshandbuch von I. Bender vertragen Nordpferde in der Regel mehr Stroh als Südpferde.
    Zu irgendwelchen Matratzen, gleich welcher Art, zu raten, finde ich einen Rückschritt wider alle Aufklärung in der Pferdehaltung. Damit kann man sich eine ordentliche “Wurmzucht“ einhandeln, die Hufhornqualität leidet immer unter der Feuchtigkeit und dem Ammoniak des Pferdeurins. Ammoniak ist ein starkes Reizgas für die Pferdelunge und schon in einer Konzentration, in der wir es nicht riechen können, schädlich, egal, ob der Pferdeurin von welcher Einstreu auch immer, aufgesaugt wird. Pferde liegen nachts auch in der Seitenlage mit den Nüstern in der Einstreu und nehmen das Ammoniak so direkt auf. In der Natur trennen Pferde, z. B. auf ausreichend großen Koppeln, Abkot- und Harnabsatzplätze von Futterplätzen. Bei unsauberer Einstreu, besonders bei feuchter, reduzieren sich die Liegezeiten, was zu Lasten der physischen und psychischen Erholung und des Immunsystems der Pferde geht. Durch Aufnahme verschmutzter Einstreu steigt auch das Kolikrisiko. Außerdem ist es unwürdig, ein Lebewesen in seinen eigenen Exkrementen liegen zu lassen. Am täglichen sauberen Misten führt für eine artgerechte und pferdefreundliche Haltung kein Weg vorbei.

    • Hallo liebe Bärbel,

      wie so oft in der Pferdewelt streiten sich auch zu diesem Thema die Geister. Stroh mag als Raufutter wichtige Ballaststoffe liefern, allerdings kann es auch schnell eine Verstopfungskolik verursachen. Ich schreibe außerdem nicht, dass Stroh als Einstreu bei dickeren Pferden per se ungeeignet ist, sondern nur, dass die Kontrolle der Futteraufnahme sich so als schwieriger gestaltet.

      Matratzen mögen aus Menschensicht unhygienisch wirken, allerdings sind sie bei guter Pflege meistens sauberer, als mit Stroh eingestreute Boxen. Die Saugleistung ist wesentlich stärker, die Geruchs- und Ammoniakbindung besser und außerdem ist Einstreu wie z.B. Miscanthus nahezu staub- und keimfrei, was auch für eine bessere Verträglichkeit sorgt.

      Für mich sprechen die meisten Argumente dann doch gegen Stroh und für die Nutzung einer Matratze. Auch wenn ich eine Matratze im Vergleich zu täglich gemisteten Strohboxen ebenfalls – so rein aus Menschensicht betrachtet – als sauberer und besser fürs Pferd betrachten würde.

      Hast du denn das dazu verlinkte Experteninterview gelesen? Hier nochmals: http://www.cavallo.de/know-how-rund-ums-pferd/pferdehaltung/gefahr-im-stall-das-reizgas-ammoniak-macht-pferde-krank.794478.233219.htm#1

      Alles Liebe!

      Line / Kultreiter

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