Ann-Christin von Ponyliebe über das Clickern und Aha-Momente im Stall

Ann-Christin von Ponyliebe über das Clickern und Aha-Momente im Stall

Ponyliebe

Diese Woche erzählt die Liebe Ann-Christin von Ponyliebe mehr über das Clicker-Training und warum eigentlich sie, und nicht ihr Pony so viel bei jedem Stallbesuch lernt.

Ann-Christin hat sich schon als 9-jähriges Mädchen in Pferde verliebt und kam bei ihrer Ponystute Rán mit gängigen FN-Methoden einfach nicht mehr weiter. Doch dann entdeckte sie das Clickern für sich und seitdem hat sich ihre ganze Pferdewelt geändert: ihr Pony ist seitdem viel zufriedener, macht motiviert beim Training mit, und die beiden haben nun eine viel harmonischere Beziehung voller Vertrauen.

Auf ihrem Blog kannst Du Ann-Christins Erfahrungsberichte und Gedanken lesen, und erfährst dabei mehr über die Prinzipien des Clickerns samt tollen Trainingstipps. Natürlich kannst Du den beiden auch auf Facebook und Instagram folgen, denn Ann-Christin liebt Pferdefotografie! Und jetzt viel Spaß beim Lesen!

Kultreiter Interview Reihe Teil 12: Ann-Christin von Ponyliebe

Ponyliebe über das Clicker-Training mit Pferden und Aha-Momente im Stall

1. Was bewegt Dich, Deinen Blog zu betreiben, und was willst Du mit ihm erreichen?

Tatsächlich habe ich meinen Blog aus zwei verschiedenen Gründen gestartet: 1. War ich der Meinung, dass es viel zu wenig Blogs gibt, bei denen pferdegerechter Umgang und allen voran Clickern als Trainingsmethode im Vordergrund stehen. Also habe ich selbst einen aufgemacht – nur meckern hilft ja nix! 2. Hilft es mir Klarheit in mein Training zu bringen, wenn ich die einzelnen Trainingsschritte auf dem Blog aufdrösele. So zwinge ich mich dazu, wirklich kleinschrittig vorzugehen und mich auch immer wieder zu reflektieren – so unangenehm das manchmal sein mag…

2. Seit wann reitest Du und wie kamst Du aufs Pferd?

Pferde fand ich schon immer großartig – schon als Kleinkind bin ich immer zu den Ponys bei Omis Nachbarn gerast. Mit 9 Jahren durfte ich dann erste Reitstunden nehmen – leider gabs bei uns in der Stadt nicht viel Angebot, deshalb bin ich immer zweimal im Jahr auf einen Ponyhof gefahren. Als ich größer wurde, habe ich dort auch immer in den Pfingst – und Sommerferien als „Sattelhilfe“ gearbeitet und viel gelernt!

3. Was ist dein bisher größter Aha-Moment?

Ich habe das Gefühl, ich lerne immer mehr bei einem Stallbesuch als die Ponydame. Jedesmal gibt es einen Moment, wo ich mir denke: „Aha“ – und dann in späterer Reflexion (mal wieder) herausfinde, dass es an mir liegt, dass etwas nun funktioniert.

Rán werde ich auch ewig dankbar sein, weil ich wegen ihr weg von dem typischen FN-Denken, hin zu pferdegerechteren Methoden bin. FN hat nicht funktioniert, da schaltete sie auf Sturschädel und durch ihre Krankheit konnten wir sie lange nicht reiten – also mussten andere Beschäftigungsmethoden her. So kam ich zum Clickern und der Freiheitsdressur. Wahnsinnig schnell hat sich unsere Beziehung verbessert und nach nur ganz wenigen Wochen wurde aus der zickigen, nicht allzu begeisteren Stute plötzlich ein Pony, dass mir entgegenkam, sich vertrauensvoll neben mich auf den Boden legte und begeistert mitarbeitete.

Bis heute bin ich von solchen Momenten schwer verzaubert und die Erinnerung an diesen einen Moment lässt mich immer wieder lächeln:Im Sommer haben wir gemeinsam auf der Koppel getobt und gespielt, bis ich irgendwann vor Lachen und Rennen nicht mehr konnte und eine Pause (sitzend auf dem Boden) gemacht habe. Anna, eine gute Freundin hat Fotos gemacht, wir haben kurz geratscht, auf einmal machte sie soooooo große Augen und ich ca 10 Sek später auch. Denn Rán kam von hinten auf mich zu und hat sich einfach zu mir gelegt und voll zufrieden mit uns in der Kaffeeklatschrunde abgehangen. Das finde ich bis heute krass! Krass schön ☺

4. Dein ultimativer Tipp zum Umgang und zur Arbeit mit Pferden:

Mit sich selbst im Reinen zu sein und immer wieder daran zu arbeiten, nicht auf das Pferd sauer zu sein, sondern sich selbst zu hinterfragen.

5. Wenn Du selbst ein Pferd wärest, wärest Du…

Dann wäre ich ein dickköpfiger, sturer, liebenswerter kleiner Isländer, höchstwahrscheinlich eine „charakterstarke“ Stute, selbstverständlich ausnehmend hübsch – windfarben mit langer Barbiemähne.

6. Was wünschst Du Dir für die (Pferde-)Zukunft?

Das man als Clickerer irgendwann mal ernst genommen wird, auch von Menschen, die nicht selbst clicken. Außerdem dass der kleine Trend „Pferdegerecht“ immer größer wird und irgendwann die Pferdewelt verändert, weil endlich alle Menschen das Pferd nicht mehr betüddeln, sondern Pferd sein lassen ☺

An dieser Stelle nochmals ein ganz liebes Dankeschön an Ann-Christin von Ponyliebe, dafür, dass sie mitgemacht hat, und dass sie uns das Clickern näher bringt!

Bild: Wahre Ponyliebe – Ann-Christin mit Rán

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