Es gibt einige wunderbare Pferdeblogs und dahinter stecken mindestens genauso wunderbare Menschen. In der neuen Kultreiter Interview Reihe möchte ich Dir ein paar dieser Pferdemenschen vorstellen und habe ihnen dafür 6 Fragen gestellt, in denen es neben ihren Blogs auch um Tipps und Persönliches geht.

Im ersten Interview verrät Alessa Neuner mehr über sich, ihren Blog, was sie von Pferden gelernt hat, und vieles mehr. Sie ist erst 23 Jahre jung und gerade dabei ihren Vollblutaraber Khayman auf sanfte Weise auszubilden. Auf ihrem Blog und ihrer Facebook Seite schreibt sie immer wieder wunderschöne, ehrliche und hilfreiche Berichte über ihre Erfahrungen. Einer meiner Lieblings-Beiträge von Alessa handelt vom Mut, zu vertrauen. Hier nun das Interview mit ihr – viel Spaß beim Lesen!

Kultreiter Interview Reihe Teil 1: Alessa Neuner

Alessa Neuner über den fairen Umgang mit Pferden

1. Was bewegt Dich, Deinen Blog zu betreiben, und was willst Du mit ihm erreichen?

Alessa: Im täglichen Umgang mit meinen Pferden lerne ich so viel dazu. Dieses Wissen und meine Erfahrungen möchte ich gerne mit meinen Mitmenschen teilen, um einen fairen Umgang mit unseren Vierbeinern voranzubringen. Es bereitet mir viel Freude, andere Menschen zu inspirieren und meine Erlebnisse mit ihnen zu teilen. Über den Blog möchte ich die Botschaft verbreiten, die mir meine Pferde täglich zukommen lassen.

2. Seit wann reitest Du und wie kamst Du aufs Pferd?

Alessa: Mit 6 Jahren nahm ich meine ersten Reitstunden, sodass ich nun mittlerweile auf fast 18 Jahre Reiterfahrung zurückblicken kann. Die Pferde begeisterten mich schon von klein auf. Ich kann mich erinnern, mich zu diesen wunderbaren Wesen immer besonders hingezogen gefühlt zu haben. Als meine Eltern mir meine erste Reitstunde ermöglichten, ging für mich ein Traum in Erfüllung.

3. Was hast Du von Pferden gelernt?

Alessa: Die Pferde waren immer meine größten Lehrmeister. Von ihnen habe ich vor allem sehr viel über mich selbst lernen dürfen. Gerade Khayman, mein Vollblutaraber, lehrte mir in seinen jungen Jahren eine Menge. Allen voran steht wohl die Erkenntnis, dass nichts so wichtig ist, wie die Beziehung zu meinen Pferden. Diese steht stets an erster Stelle und sie zu verbessern ist Ziel jeder Trainingseinheit. Pferde sind so viel mehr, als nur Reittiere! Sie berühren uns tief und können so viel bewegen, wenn man es nur zulässt.

4. Dein ultimativer Tipp zum Umgang und zur Arbeit mit Pferden:

Alessa: Sei immer du selbst! Habe Vertrauen in dich und in deine Arbeit. Nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann bedingungslos vertrauen und lieben. Pferde schätzen nichts mehr als Authentizität und Ehrlichkeit. 
Als praktischen Tipp kann ich empfehlen, stets das Positive zu suchen und das Unerwünschte zu ignorieren. Mit diesem Weg offenbaren mir meine Pferde ihr volles Potential, während gleichzeitig unerwünschtes Verhalten in den Hintergrund tritt. Es gilt, die Stärken zu kräftigen und nicht, die Schwächen zu unterdrücken!

5. Wenn Du selbst ein Pferd wärest, wärest Du…

Alessa: Wenn ich ein Pferd wäre, dann wäre ich mein schwarzer Vollblutaraber Khayman. Er spiegelt mich so sehr und ich habe das Gefühl, mit der Zeit werden wir uns immer ähnlicher. Manchmal sind wir so sehr miteinander verbunden, dass ich seine Hufe auf dem Boden und den Wind in seiner Mähne spüren kann. Ich glaube, ein bisschen Pferd sein, schadet keinem Menschen. Vielleicht ist es ja auch das, was sich hinter dem Begriff „Pferdemensch“ versteckt? 😉

6. Was wünschst Du Dir für die (Pferde-)Zukunft?

Alessa: Ich wünsche mir, dass immer mehr Leute das wahre Wesen der Pferde erkennen und nicht an üblichen Sitten und Meinungen festhalten. Gerade in unserer heutigen Welt, in der wir uns so sehr von uns selbst entfernt haben, ist die Verbindung zu Pferden so heilsam. Ich hoffe, dass das Umdenken, dass ich beobachten kann, weiter voran schreitet und die Pferde immer mehr den Platz einnehmen, der ihnen gebührt: Den eines Seelenfreundes und Partners für das Leben!

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Alessa für das Interview und diese wunderbaren Antworten!

Bild: Alessa Neuner

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