Reiten zu einem einem aktiven Vulkan: Reiterreise in Guatemala

Inmitten der faszinierenden Landschaft Guatemalas, umgeben von üppiger Vegetation und beeindruckender Vulkanlandschaft, befindet sich einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas – der majestätische Pacaya. Eine Reittour zum Gipfel dieses imposanten Vulkans verspricht nicht nur ein unvergessliches Abenteuer, sondern auch eine bewegende Begegnung mit ganz besonderen Begleitern.

In diesem Blogartikel teile ich meine persönlichen Erfahrungen mit der Vulkan Reittour zum Pacaya von guatemalanhorsetours und lade Dich ein, dieses einzigartige Erlebnis mit mir zu entdecken.

Start in Antigua

Unser Abenteuer begann in der zauberhaften Stadt Antigua, die für ihre koloniale Architektur und ihren historischen Charme bekannt ist. Dort holte mich morgens um 8 Uhr Manuel mit seinem Pick-Up ab, der michauf dieser unvergesslichen Reise begleiten sollte.

Nach einer herzlichen Begrüßung ging es auch schon los und wir fuhren etwa 45 Minuten von Antigua höher Richtung Pacaya. Am Fuße des Pacaya angekommen konnte ich den Besitzer meines Reitpferdes „Tequila“ kennen lernen und unseren Vulkanguide.

Die Pferde, die uns auf unserer Reise begleiten würden, waren alle Rettungspferde. Sie wurden von Niki gerettet und liebevoll von ihren neuen Besitzern aufgenommen, um ein neues Zuhause und eine zweite Chance im Leben zu erhalten.

Niki mit einem ihrer geretteten Pferden

Niki und ihre Rettungspferde

Als ob es Schicksal war, lernte ich Niki auf meiner Reise in Guatemala an einem sehr verregneten Tag in Lake Atitlan kennen. Direkt war ich begeistert von ihrer Leidenschaft und dem Herzblut, was sie in ihre Rettungsaktionen steckt. Sie erkannte die Ungerechtigkeiten in der Reisebranche und das Leiden der lokalen Reiseführer und ihrer Pferde. So entstand die Idee für Soul Shine Tours, die nicht nur unvergessliche Reiseerlebnisse bietet, sondern auch sicherstellt, dass die Einnahmen den Tieren und ihren Familien zugutekommen.

Dank Nikkis unerschütterlichem Engagement und ihrer Liebe zu den Menschen und Tieren hat sie es geschafft über 100 Pferden ein neues zuhause zu schenken. Ihr unermüdliches Streben nach Veränderung und sozialer Verantwortung macht sie zu einer inspirierenden Persönlichkeit und einem leuchtenden Vorbild für uns alle.

Es war direkt klar für mich: Ich möchte helfen!

Die Rettungspferde – Unsere tapferen Begleiter

Die Erkenntnis, dass die Pferde, die uns durch diese atemberaubende Landschaft tragen sollten, einst in Not waren und nun eine neue Bestimmung gefunden hatten, berührte mich tief. Jedes dieser Rettungspferde war eine Inspirationsquelle – sie hatten eine schwierige Vergangenheit, doch durch Liebe und Fürsorge hatten sie eine zweite Chance erhalten.

Mit jeder gebuchten Tour kann so das Rettungspferd seinen Lebensunterhalt verdienen und seine Besitzer eine Woche lang versorgen. So unterstützt du mit der Tour nicht nur die Pferde sondern auch einheimische Familien in Not!

Da ich diese Idee von Niki so besonders toll finde, konnte ich es mir nicht nehmen lassen ein kleines eigenes Projekt ins Leben zu rufen- mehr Informationen über die Kultreiterherde in Guatemala bekommst du hier.

Die Reise zum Pacaya

Nach dem ich mich mit Tequila vertraut gemacht hatte, ging es auch schon schnellen Schritts bergauf Richtung Pacaya durch eine atemberaubenden Landschaft und Natur. Da ich sattelfest bin, durfte ich sogar ein Stückchen Traben und Gallopieren. Besonders toll finde ich, dass es keine Head to Tail Tour ist, sondern auch fortgeschrittene Reiter auf ihre Kosten kommen und selbständig reiten. Die Pferde sind gut ausgebildet, total trittsicher und in einem sehr guten Zustand.

Ankunft am Fuße des Pacaya

Nach einer aufregenden Reise erreichten wir schließlich den Fuß des Pacaya-Vulkans. Hier stiegen wir von unseren Pferden ab und nahmen die letzten Meter zu Fuß in Angriff. Der Blick auf den imposanten Vulkan und seine umliegende Landschaft war schlichtweg atemberaubend. Die majestätische Präsenz des Vulkans faszinierte mich zutiefst und ließ mich die Schönheit der Natur in vollen Zügen genießen. Doch ebenso faszinierend war der Gedanke, dass die Pferde, die uns hierher gebracht hatten, einmal in Not waren und nun eine so wichtige Rolle spielten.

Der Höhepunkt der Reittour war zweifellos der Moment, als wir den Kraterrand des Pacaya-Vulkans erreichten. Die Hitze, die vom Krater ausströmte, war spürbar, und ich war fasziniert von der Kraft der Natur. Unsere fachkundigen Guides von Guatemalan Horse Tours erklärten uns die geologischen Besonderheiten und sorgten dafür, dass wir die Sicherheit auf diesem aktiven Vulkan immer im Auge behielten.

Pizza direkt im aktiven Vulkan gebacken

Am Pacaya-Vulkan erwartete uns nicht nur eine beeindruckende Landschaft, sondern auch kulinarische Genüsse, die das Abenteuer zu einem wahren Fest für die Sinne machten. Nachdem wir die atemberaubende Reittour genossen und den Kraterrand des Vulkans erreicht hatten, erwartete uns eine besondere Überraschung – Pizza am Pacaya! Unser Koch hatte alles Notwendige vorbereitet, um auf dem Vulkan frisch gebackene Pizzen zu zaubern. Die Pizza, die mit regionalen Zutaten und einer Prise Abenteuer zubereitet wurde, schmeckte himmlisch und war eine willkommene Stärkung nach der aufregenden Reittour.

Aber das war noch nicht alles! Als ob die Pizza allein nicht schon ein Highlight gewesen wäre, gab es eine weitere unvergessliche Erfahrung, die ich nicht erwartet hatte – Marshmallow rösten am Vulkan! Mit speziellen Stöcken, konnte ich meine Marshmallows rösten und schmelzen lassen. Der Geruch der frisch gerösteten Marshmallows, die gesellige Atmosphäre und der atemberaubende Ausblick zaubern mir auch heute noch ein lächeln ins Gesicht und ich wünschte ich wäre gerade da!

Es war eine wahrhaft magische und einzigartige Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Mit einem Glas Wein in der Hand genoss ich die spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Vulkane und Landschaften. Die Mischung aus aufregenden Abenteuern, köstlichem Essen und einem Hauch von Luxus machte diese Vulkanexkursion zu einem unvergesslichen Ereignis.

Die Rückreise

Nach diesem unvergesslichen Erlebnis traten wir den Rückweg zu unseren Pferden an und ritten gemeinsam zurück. Die Reittour zum Pacaya hat mir nicht nur eine atemberaubende Landschaft und eine unvergleichliche Begegnung mit der Natur geboten, sondern auch eine tiefere Verbindung zu den Tieren, die uns auf dieser Reise begleiteten. Die Rettungspferde von Guatemalan Horse Tours waren nicht nur unsere treuen Begleiter, sondern auch unsere Freunde, die uns gezeigt hatten, wie wertvoll ein zweite Chance im Leben sein kann.

Fazit

Die Vulkan Reittour zum Pacaya von guatemalanhorsetours ist zweifellos ein einzigartiges Abenteuer, das ich jedem Reit- und Naturbegeisterten wärmstens empfehlen kann. Die professionelle Organisation, die gut gepflegten Rettungspferde und die fachkundigen Guides machen diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die Verbindung zur Natur und die Aussicht vom Kraterrand des Pacaya sind Momente, die man für immer in seinem Herzen trägt. Diese Reittour ermöglicht es den Teilnehmern nicht nur, die Schönheit Guatemalas in ihrer reinsten Form zu erleben, sondern auch eine tiefere Wertschätzung für das Leben und die bedeutsame Rolle, die Rettungspferde dabei spielen, zu entwickeln. Die Pizza am Pacaya, das Marshmallow rösten und der Wein schufen eine unvergleichliche Atmosphäre, die uns das Gefühl gab, in einer anderen Welt zu sein. Ich verließ den Pacaya-Vulkan nicht nur mit beeindruckenden Bildern und Geschichten, sondern auch mit wunderbaren Erinnerungen an ein unvergleichliches Erlebnis, das alle meine Erwartungen übertroffen hat. Und das beste daran, ist für mich, dass das Geld der Reittour direkt den Tieren und ihren Besitzern zugute kommt- ohne Umwege!

P.S. sagt bei der Buchung bescheid, dass ihr von Kultreiter kommt und ihr bekommt eine Überraschung 🙂

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